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Warum die für Artikel 13 Urheberrechtsreform vorgesehenen Upload - Filter nicht funktionieren


Wer als kleiner Künstler sich kreativ beschäftigt dessen Werke sind zunächst völlig unbekannt. So ist z.B. eine aufgezeichnete und auf YouTube hochgeladene Piano - Improvisation ganz bestimmt keine Kopie eines urheberrechtlich geschützten Werkes. Dennoch machte der Unternehmensgründer Bernhard Mähr mit der YouTube Erkennungssoftware bereits andere Erfahrungen. So hat er zwei Klavier - Improvisationen unter dem Titel "Selbstverwirklichung Eigenkompositionen (Improvisationen) auf E-Piano" auf seinem persönlichen YouTube Kanal der unter dem Namen "Bernhard Mähr" gefunden werden kann hochgeladen. Beim Hochladen versucht YouTube auch schon jetzt vor der Artikel 13 Urheberrechtsreform mit Erkennungssoftware zu erkennen ob es sich um urheberrechtlich geschütztes Material handelt. Kurz nach dem Upload erhält der Unternehmensgründer daraufhin von YouTube folgendes E-Mail:

 

Hallo Bernhard Mähr, 

Dein Video "Selbstverwirklichung - Eigenkompositionen auf E-Piano" umfasst eventuell Inhalte, an denen CMRRA and SESAC_CS die Eigentums- oder Lizenzrechte besitzt. Trotzdem ist dieses Video immer noch auf YouTube verfügbar. Unter Umständen wird gelegentlich Werbung neben deinem Video eingeblendet. 

Auch wenn dies deine Darbietung eines Songs von Dritten ist, kannst du mit diesem Video Geld verdienen. Klicke hier, um deine Monetarisierungseinstellungen zu ändern. 

Dieser Anspruch hat keinerlei negative Auswirkungen auf deinen Kontostatus. Weitere Informationen zu den für dein Video geltenden Richtlinien findest du auf der Seite Urheberrechtshinweise. 

Das YouTube-Team

 

Die Erkennungssoftware halt also die beiden auf dem Roland FP-7 E-Piano mit einem Smartphone aufgezeichneten Improvisationen als zu lizensierendes Material fehlerkannt. Zukünftig wird ein Upload - Filter also diese kulturellen Beiträge möglicherweise gleich von vornherein sicherheitshalber sperren. Genau dagegen protestiert die vor allem junge Bevölkerung zurecht. Selbst wenn es sich nicht um eine Improvisation handelt sondern um eine Klaviersonate die von Noten weg gespielt wird und diese Noten gekauft wurden sollte ein Upload eines solchen Klavierstücks ohne Urheberrechtsprobleme und ohne Upload - Filter auch zukünftig problemlos möglich sein. Experten von klassischer Musik erkennen die Nuancen in denen sich jedes Klavierstück vom jeweiligen Interpreten unterscheidet. Upload - Filter die auf künstlicher Intelligenz beruhen vermögen diese menschlichen Fähigkeiten wohl nie perfekt nachzuahmen, jedenfalls in näherer Zukunft nicht. Ganz abgesehen davon, dass sich viele kleine Plattformen wie NerdsNet (http://www.nerdsnet.net) die großen Investitionssummen für schlecht funktionierende Upload - Filter gar nicht leisten können sind also auch massive kulturelle Einschränkungen unserer Internet - Errungenschaften des 21. Jahrhunderts zu erwarten. Es hat also einen Grund warum knapp 5 Millionen Menschen eine Online - Petition gegen Artikel 13 der Urheberrechtsreform unterzeichnen. Wie Interpretationen werden vermutlich auch Parodien und ähnliche künstlerische Werke als Urheberrechtsverstoß durch Filter aussortiert werden. Es ist vom Kostenaspekt her gesehen gänzlich undenkbar, dass sich selbst Plattformen wie YouTube durch Personal jedes einzelne hochgeladene Video händisch ansehen und bewerten um festzustellen wer der tatsächliche Urheber sein könnte. Woher soll auch die Information kommen, dass die hochgeladene Interpretation ein Werk ist, das vom Interpreten selbst gespielt wurde. Abschließend lässt sich also nur hoffen, dass der Artikel 13 scheitert.