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Warum die alte Generation zurecht das Internet verteufelt


Ab der Generation Y die im Zeitraum der frühen 1980-er bis zu den späten 1990-er Jahren geboren wurde gehört das Internet zum Standard und die täglich genützte Internet Flat Rate ist selbstverständlich geworden, ein Leben ohne diesen Flat - Rate - Zugang teilweise nicht einmal mehr vorstellbar. Für die davor geborene Generation gehört das Internet nicht zwangsweise immer zu  einer Kommunikationsform mit der die jeweilige Person vertraut ist. So gibt es immer noch genügend vor allem ältere Personen (also möglicherweise die Eltern der Generation Y) die ihr Leben ohne das Internet gestalten. Diese alte Generation wird von unserer Gesellschaft und dem Marketing großer Telekommunikationsgesellschaften oft gleich in mehrfacher Hinsicht benachteiligt. In manchen Fällen verteufelt diese alte Generation das Internet im Gegenzug geradezu und scheut diese modernen Kommunikationswege wie der Teufel das Weihwasser. Diese Einstellung ist aufgrund der im Folgenden erörterten Tatsachen durchaus verständlich.

 

Betrachten wir die Art wie Telekommunikationsanbieter oft Marketing betreiben so könnte man durchaus behaupten der Teufel verführt in bunter Farbe in möglichst großer Schriftgröße mit Angeboten die scheinbar gratis oder zumindest für die ersten Monate mit sehr günstigem Preis aufwarten um Verträge abzuschließen. In möglichst kleiner Schriftgröße steht dann das kostenmäßig Wesentlichste, nämlich oft der Hinweis, dass das Angebot nach der Anfangszeit von wenigen Monaten dann über 100 € pro Monat bei einer Mindestvertragsdauer von 3 Jahren kostet. Die alte Generation hat hier das natürliche Problem diese Schrift gar nicht lesen zu können. Auch auf den abgeschlossenen Verträgen und ähnlichen Dokumenten ergibt sich immer das gleiche Bild. Oft ist der Hinweis, dass 10MB gratis sind und jedes MB darüber dann 3,8 Cent kostet so klein geschrieben, dass die alte Generation damit nichts anfängt und das nicht lesen kann. Während die Generation Y und alle jüngeren Menschen also wissen, dass man solche Verträge nicht abschließt wenn man das Internet braucht, und ausschließlich auf Flat - Rate Verträge setzt weist die alte Generation oft nur darauf hin dass sie kein Internet brauchen. Der Berater der Telekommunikationsgesellschaft überhört gerne solche Einwände. Der Telekommunikationsanbieter installiert dann das Internet mit einem solchen Vertrag der keine Grundgebühr für das Internet kostet dann trotzdem und stellt oft auch noch ein WLAN - Modem für die normale Telefonie ins Haus auf dem ein Sticker mit einem in kleinster Schrift geschriebenem WLAN - Zugangscode klebt. Aus Sicherheitsgründen ist das alleine natürlich schon äußerst bedenklich wobei sich der Telekommunikationsanbieter hier oft herausredet mit der Aussage man weise darauf hin, den Zugangscode abzuändern. Dabei ist natürlich nicht bedacht, dass eine ältere Person die gar keinen PC besitzt diesen Code gar nicht ändern kann. Das kann über Jahre gut gehen bis dann irgendwann jemand diesen Sticker sieht und missbraucht.

 

Nun sind bereits Fälle bekannt in denen Schlichtungsverfahren abgehalten werden müssen weil irgend eine Person in so einem Fall dann diesen WLAN - Code einfach dazu verwendet sein Mobilgerät (Tablet, Smartphone) mit dem Internet zu verbinden. Oft kommt erst nach 2 Monaten bei 2 monatiger Abrechnung dann die Rechnung mit plötzlich bis zu 2000 Euro Kosten für das Internet für 2 Monate. Die alte Person fällt dann aus allen Wolken und versteht die Welt nicht mehr. Wie soll man auch einer alten Generation erklären, dass Filme über das Internet schauen schnell zu Gigabyte Downloads führen kann nicht nur einigen wenigen Megabytes. Dieser Generation sind Begriffe wie Megabyte und Gigabyte nicht klar. Logisch also, dass innerhalb der alten Generation dann das Internet aufgrund solcher Erfahrungen mit horrenden Rechnungen verteufelt wird. Es bestehe nur aus Hackern und Abzockern. 

 

Dabei ist aus Security - Sicht schon einmal die Praxis zu hinterfragen auf einem WLAN - Modem das bis in die Nachbarschaft strahlt und Verbindungsaufbau ermöglicht einen Zugangscode abzudrucken. IT Experten sind sich einig, dass man Passwörter und Zugangscodes nicht aufschreibt und eigentlich auch nicht auf dem Gerät abdrucken sollte. In der Werbung steht freilich: "Wir erfüllen allerhöchste Sicherheitsstandards". Wie aber sieht das aus, wenn eine alte Person in der Wohnung betreut wird, viel Besuch hat, jede Menge Menschen einen Blick auf diesen Code auf dem WLAN - Modem werfen können? Zurecht stellt man sich die Frage ob eine solche Kostenfalle ein Werk Satans für die alte Generation ist?

 

Meiner Erfahrung nach wird die alte Generation vor der Generation Y diesbezüglich beständig übervorteilt. Wir plädieren für eine altersgerechte Vermarktung des Internets bei der wesentliche Kostenfaktoren auch in entsprechend großer Schrift dargestellt werden. Außerdem sollte ein Telefon - Hausanschluss bei nachweisbarem Hinweis der Person, das Internet nicht verwenden zu wollen, auch kein Internet per WLAN - Code verfügbar machen, schon gar keine Kostenfalle mit 3,8 Cent pro Megabyte. Es kann nicht sein, dass z.B. das geliebte Enkelkind in Unwissenheit über den Vertrag mit dem Kommunikationsanbieter einfach tausende von Euros an Rechnungskosten verursachen kann.

 

Abschließend lässt sich nur der gut gemeinte Rat an die alte Generation abgeben: Wenn Sie das Internet nicht verwenden dann nehmen Sie einen schwarzen Stift und schwärzen Sie diese Codes auf dem WLAN - Modem für den Telefon - Hausanschluss um diese Kostenfalle zu beseitigen. Darüberhinausgehend überlegt der Unternehmensgründer Bernhard Mähr bereits ob es nicht Sinn machen könnte mit Ländlekurs (http://www.laendlekurs.com) spezielle Kurse für die alte Generation anzubieten um sich mit der modernen Technik und Begriffen wie Megabyte und Gigabyte vertraut zu machen.