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Moderne Unterrichtskonzepte und Methoden zur Lehrplanerfüllung


„Frontalunterricht und Vorträge anhören ist wie YouTube Videos anschauen, nach 2 Minuten klicke ich weg und mache etwas anderes“. (Aussage eines frechen, hochintelligenten Schülers)

 

Betrachten Sie als Lehrperson oder Trainer ihre Teilnehmer hauptsächlich als Plenum? Geht es Ihnen hauptsächlich darum, dass sich die Teilnehmer oder Schüler gehörte Inhalte merken und dann in einem Test wiedergeben können? Zeigen Ihnen Teilnehmer oder Schüler regelmäßig den Mittelfinger und werden Sie gehasst oder sind Sie der Lieblingslehrer ihrer Schüler geworden? Ärgern Sie sich, dass ihre Schüler ihrem Vortrag nicht zuhören? Schüler lieben ihren Lehrer hauptsächlich aufgrund des Sozialaspektes des Unterrichts der beim Frontalunterricht und Vorträgen völlig vernachlässigt wird und viel zu kurz kommt. Kommen Sie als Lehrperson bei dieser Aussage schon unter Druck weil der vollgefüllte Lehrplan mit anderen sozialeren Methoden unmöglich erfüllbar scheint? Dann sind vielleicht die folgenden Gedanken des Trainers Bernhard Mähr, der an der HTL Rankweil bereits im ersten Jahr seines Lehramtes der Lieblingslehrer vieler Schüler geworden ist und trotzdem den Lehrplan erfüllt hat sowie an einem privaten Institut regelmäßig die Schulnote 1,1 im Feedback der Teilnehmer erreicht wertvoll.

 

Hassen Sie als Schüler die Schule und lesen den folgenden Artikel? Dann bringen Sie den Artikel doch einfach an Ihre Schule mit und zeigen ihn dem Lehrer. Vielleicht schaffen Sie es den Lehrer davon zu überzeugen sein Unterrichtskonzept zu überdenken.

 

Versetzen wir uns in die Lage einer Lehrperson und betrachten die Drucksituation dann erkennen wir, dass über den Lehrplan regelmäßig Druck auf die Lehrperson ausgeübt wird. Beständig arbeitet die Schulleitung daran, den Lehrplan zu überarbeiten und nimmt als Basis der Überlegungen auch Umfrageergebnisse der Industrie wo sich die Schüler nach Abschluss des Unterrichts dann ja auch bewähren müssen (Anm.: An öffentlichen Schulen bestimmt das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung den Lehrplan und lässt Überlegungen der Kuratorien einfliessen welche auch im Rahmen des schulautonomen Lehrplanes in einzelnen Schulen Einfluss auf den Lehrplan haben). Daran ist grundsätzlich nichts auszusetzen. Betrachten wir aber einmal den Spezialbereich der Informatik so erkennen wir schnell welches grundsätzliche Problem diese Vorgehensweise für die Lehrperson aufwirft. Die Informatik ist über die letzten 30 Jahre inhaltlich enorm gewachsen, viele Erkenntnisse bauen aufeinander auf. So ist z.B. die Programmiersprache C++ eine Erweiterung der Sprache C, zumindest für die Anwendungsentwicklung wurde aber mit C# und dem .NET Framework eine Alternative geschaffen die ebenfalls bereits seit ca. 2004 an Sprachumfang und Bibliotheks / Framework – Umfang zunimmt und damit in der Komplexität geradezu exponentiell Lerninhalte, die von der Industrie auch gefordert werden, schafft. Die Unterrichtszeit bis zu einem voll ausgebildeten Informatiker bleibt allerdings meist gleich und mit einer Selbstverständlichkeit wird auch weiterhin davon ausgegangen dass ein Informatiker auch die Grundlagen seit den ersten Computern wie damals 1935 der Lochkartenmaschine, dem IBM 601, beherrscht. Zukünftig sollen sich Informatiker auch noch mit Quantentheorie in der Physik bestens auskennen um Quantencomputer programmieren zu können. Die nächste große Erweiterung des Lehrplans der Informatik lässt also auch nicht mehr lange auf sich warten.

 

Da also der Lehrplan beständig anspruchsvoller wird sehen viele Lehrpersonen keine andere Möglichkeit als sich auf den untersten Lernebenen von gehört, gemerkt und wiedergegeben zu bewegen. Diese Lernebenen werden mit dem Frontalunterricht oder Vorträgen abgedeckt. Bereits ab der Lernebene des Verstehens wird es mit diesem Konzept aber problematisch. Lerninhalte die aber nur auswendig gelernt wiedergegeben werden oder gehört wurden merkt sich ein Teilnehmer nicht besonders lang. Die Teilnehmer oder Schüler können mit einem solchen Unterricht also nach Schulabschluss nichts und haben keine Fähigkeiten entwickelt. Es wurde Wissen für den Test gelernt und ausgekotzt, danach wieder vergessen.

 

Anders ausgedrückt, es ist nicht besonders schwer absoluten Anfängern in der Programmierung einen Vortrag zu C++ zu halten. Absolute Anfänger dazu zu bringen einen objektorientierten Code selbst programmieren zu können ist dagegen eine echte Herausforderung. Der Lernerfolg beim Vortrag ist aber praktisch oft gleich 0, da die Inhalte nicht verstanden werden, dann vergessen werden und sich die Teilnehmer am Schluss denken dass der Trainer sich wohl gerne selbst reden hört. Diese Gruppe von Lehrpersonen gehört dann besonders wenn sie einen Test zu den Lerninhalten abhalten zu den von Schülern gehassten Lehrern die gerne „Nicht genügend“ verteilen. Wir müssen verstehen, dass C++ zu programmieren Lerninhalte beinhaltet bei denen es darum geht wie ein Buch am besten strukturiert werden soll. Anfänger haben andere Probleme wie z.B. Buchstaben zu lernen, aus Buchstaben richtige Wörter bilden zu können und schlussendlich von einzelnen Wörtern zu korrekten Sätzen zu kommen und in der Satzbildung die Grammatik zu beherrschen um einen Vergleich zur deutschen Sprache zu ziehen. Wenn also der Lehrplan dazu führt, dass wir unseren Schülern statt Buchstaben beizubringen nun Vorträge über Bücher abhalten, dann ist das Ziel auf jeden Fall verfehlt. Wenn dagegen das Unterrichtskonzept darauf abzielt auf jeder Stufe von „gehört“ bis zu „selbst programmiert“ die Verluste an Wissen und Fähigkeiten zu minimieren (wie im Bild ersichtlich wird jeder Balken im Wissen und Können naturgemäß kleiner da Verluste entstehen), dann haben wir eine Chance auf oberster Ebene magisch unerreichte Höhen zu erreichen. So manches Genie entwickelt auf oberster Ebene des „Selber“ - Machens ein Tempo beim Lernerfolg das die Lehrperson vor die nächste Herausforderung stellt, dass sich ein Teil der Teilnehmer genial entwickelt und ein anderer Teil zurückbleibt. Coole Lehrpersonen bleiben gelassen und beherrschen auch diese Extremfälle mit individueller Förderung der Teilnehmer. Mit entsprechender Problemlösungskompetenz kann ein cooler Lehrer versuchen das Problem einzelner Schüler zu analysieren und zu verstehen sowie Ursachen zu erkennen und den Ursachen entgegenzuwirken wie in folgendem Bild veranschaulicht.

 

 

Wie geht also eine coole Lehrperson mit modernem Unterrichtskonzept und Methoden vor?

 

Coole Lehrpersonen versuchen ihre Teilnehmer zu verstehen

Teilnehmer wollen ernst genommen werden und sehen, dass der Trainer Kritik am Unterricht ernst nimmt. Ein Schüler verdient kein „Nicht Genügend“ im Zeugnis sondern einen Lehrer der sein Bestes gibt die Ursachen zu erforschen (wie z.B. in obigem Bild der ISHIKAWA Methode) und den Ursachen entgegenzuwirken.

 

Coole Lehrpersonen vermitteln Problemlösungskompetenz

Lassen Sie ihre Schüler ihr Problem doch mal aus Sicht der Lehrperson beschreiben und versuchen Sie als Lehrperson selbst das Problem aus Sicht des Schülers zu beschreiben. Lassen Sie sich gegenseitig bestätigen, dass das Problem richtig erkannt wurde. Auf diese Weise räumen Sie Missverständnisse aus dem Weg.

 

Fragen Sie Ihre Schüler was Sie tun könnten um die Situation zu verschlimmern. Das ist oft leichter als die Frage positiv zu erörtern (was oft hemmend wirkt). Wenn Sie als Antwort erhalten: „Ich könnte noch mehr Playstation spielen“, dann überlegen Sie sich doch einmal ein Unterrichtskonzept das Inhalte spielerisch lehrt und nähern sich so den Teilnehmern an.

 

Coole Lehrpersonen vermitteln Lehrinhalte spielerisch

Die erste Frage die eine Lehrperson im Informatik – Unterricht von vor allem jungen Schülern erhält ist die Frage ob wir nicht einmal ein Spiel programmieren können. Moderne Unterrichtskonzepte bauen deshalb Möglichkeiten wie AntMe – eine Ameisensimulation als Spiel – in den Unterricht ein um Inhalte auch spielerisch zu vermitteln und damit ein Höchstmaß an Interesse aufzubauen.

 

Coole Lehrpersonen haben ihren eigenen YouTube Channel

Auf der untersten Ebene des gehörten Lehrinhaltes bietet sich YouTube als Unterstützung an. Die Schüler können auf diese Weise vergessene Inhalte auf dem YouTube Channel der Lehrperson erneut anhören und festigen.

 

Coole Lehrpersonen arbeiten an der Speerspitze von Forschung & Entwicklung

Auf diesem YouTube Channel befinden sich optimalerweise nicht nur Videos zu Anfänger – Themen sondern auch Inhalte die sich mit der Speerspitze der aktuellen Forschung & Entwicklung beschäftigen. Schüler bzw. Teilnehmer eines Kurses haben auf diese Weise die Sicherheit kein veraltetes Wissen zu lernen und erkennen die Lehrperson als absoluten Experten.

 

Coole Lehrpersonen haben ein soziales Netzwerk zu ihren Schülern oder Teilnehmern

Das Lernen ist nicht beendet bei Unterrichtsende, Lehrkonzepte setzen immer eine gewisse selbstständige Beschäftigung der Teilnehmer mit den Lerninhalten voraus. Unterstützend zu dieser in der Freizeit stattfindenden Festigung der Kenntnisse kann eine coole Lehrperson ein soziales Netzwerk (auch Online) zu den Teilnehmern aufbauen.

 

Coole Lehrpersonen nutzen das soziale Netzwerk um Projekte mit Ihren Schülern umzusetzen

Wenn es um die konkrete Umsetzung eines Vorhabens geht sind Schüler oder Teilnehmer eines Kurses oft mit vollem Tateifer mit dabei. Setzen Sie deshalb konkrete Projekte mit Ihren Schülern um.

 

Coole Lehrpersonen machen nur 10% – 20% Frontalunterricht

Ein guter Kurs besteht aus vielleicht 5 Power – Point Folien für 4 Stunden Unterricht. Erfahrungsgemäß sinkt die Aufmerksamkeit in einem Vortrag schon nach nur 5 Minuten relativ rapide. Dies lässt sich auf YouTube besonders gut analysieren. Dort sehen Sie, dass die Bindung eines auf YouTube aufgezeichneten Vortrages nach spätestens 5 Minuten anzeigt, dass bis zu 90% der Zuschauer das Video beendet haben und sich anderen Inhalten zuwenden. YouTube Vorträgen ist daher eine sinnvolle Obergrenze von maximal 20 Minuten gesetzt, darüber hinaus erreichen Sie meist kaum mehr ein digitales Plenum. Ähnliches gilt auch für Ihren Fachvortrag im Kurs. Warum also Teilnehmer eines Kurses stundenlang mit Vorträgen langweilen, wenn bei einem gut ausgestatteten Methodenkoffer so viel mehr Aktivität in den Kurs gebracht werden kann?

 

Coole Lehrpersonen setzen sich zu den Teilnehmern in die Reihe als Zuschauer

Sind Sie als Lehrperson schon mal auf der Schulbank gesessen? Nein? Dann haben Sie Ihre Schüler ja gar nie Lehrinhalte vermitteln sehen! Teilnehmer, vor allem auch in der Erwachsenenbildung sind zu sehr viel mehr fähig. Aber auch Jugendliche wollen sich in der Schule präsentieren und Möglichkeiten haben zum Selbstausdruck.

 

Coole Lehrpersonen lassen ihren Schülern Zeit und erklären im Notfall auch alles 10 Mal

Es gibt nichts Katastrophaleres als eine Lehrperson die keine Geduld mit sich selbst und den Teilnehmern hat. Lernen braucht Zeit, wenn Sie als Lehrperson über alle Lernprozess – Fehlschläge drüberfahren müssen Sie sich über katastrophale Ergebnisse nicht wundern.

 

Coole Lehrpersonen veranstalten Pressekonferenzen mit ihren Schülern als Journalisten

Haben Sie Angst vor der Meinung Ihrer Teilnehmer oder Schüler? Veranstalten Sie doch eine Pressekonferenz, lassen Sie Ihre Schüler kritische Fragen in der Rolle eines Journalisten stellen und schlussendlich einen Presseartikel zu Ihrem Unterricht schreiben. Heutzutage landet sowieso alles in Facebook und Online öffentlich im Internet. Warum senden Sie die Pressemitteilung nach Zustimmung Ihrer Schüler nicht an echte Journalisten wie im „Mach Dich Sichtbar“ Programm des Unternehmensgründers und Trainers Bernhard Mähr für Kursteilnehmer angeboten?

 

Coole Lehrpersonen veranstalten bei Problemen mit dem Inhalt und/oder Konflikten sozialer Natur auch nötigenfalls ein Gerichtsverfahren

Sie stellen unlösbare Differenzen und Konflikte fest? Warum schulen Sie Ihre Schüler nicht in Rechtsstaatlichkeit und veranstalten ein unverfängliches Gerichtsverfahren an Ihrer Schule? Auf diese Weise lernen die Schüler Recht und Ordnung ohne gleich harte Konsequenzen wie echte Strafen eines echten Richters befürchten zu müssen. Geben Sie die Rolle von Anwälten, Sachverständigen und Geschworenen an Schüler ab, lassen Sie eine unparteiische Person den Richtervorsitz einnehmen. Ihre Schüler werden es Ihnen danken da sie ernst genommen werden wollen und Gerechtigkeit sehen wollen.

 

Als Lehrperson denken Sie sich jetzt: „So jetzt reicht es aber!“. Sie haben genug von diesen modernen Unterrichtskonzepten? Dann setzen wir dem Ganzen doch noch die Krone auf.

 

Coole Lehrpersonen bauen Ihren gesamten Unterricht auf Wunsch der Schüler um damit sie den Wünschen der Schüler besser gerecht werden können

An einer öffentlichen Schule mit festem Lehrplan leider in vielerlei Hinsicht oft undenkbar, nicht jedoch an einem privaten Institut, ergibt sich manchmal die Chance den Unterricht auch komplett auf Wunsch der Schüler umzubauen und so als Lehrperson gleich in vielerlei Hinsicht zusammen mit den Teilnehmern oder Schülern dazuzulernen und den eigenen Methodenkoffer zu erweitern.

 

Alle diese Unterrichtskonzepte hat der Unternehmensgründer und Trainer Bernhard Mähr in seinem Unterricht bereits eingebaut und erfolgreich umgesetzt. Mit Ländlekurs (http://www.laendlekurs.com) sorgt er zudem für frischen Wind im Unterricht und fördert darüber hinaus die Menschen ganzheitlich von der Lern- und Arbeitswelt über den Wunsch nach Erfolg und Reichtum hin zur Spiritualität und Selbstfindung mit dem Ziel die Selbstverwirklichung der Menschen zu fördern. Gleichzeitig kämpft er auch darum, dass die nötige Zeit lt. Lehrplan zur Verfügung steht bis zur Stufe der selbstständigen Synthese neuer Lösungen zu gelangen und nicht nur Gehörtes in einem Test wiederzugeben. Schulen sollten Kreativität fördern anstatt auf unterster Ebene des Wiedergebens gehörter aber womöglich noch nicht einmal richtig verstandener Inhalte mit überfüllten Lehrplan Inhalten die Genies dieser Welt zur Mittelmäßigkeit zu erziehen und die Kreativität dieser Genies abstumpfen zu lassen. (Vgl. Barret 1998, S. 47 – S. 48)

 

Wenn Sie sich als interessierte Lehrperson nun motiviert fühlen Ihren Unterricht zu überdenken sind Sie herzlich dazu eingeladen sich online ins soziale Netzwerk des Unternehmers und Trainers Bernhard Mähr auf NerdsNet (http://www.nerdsnet.net) einzufinden und Gedanken auszutauschen.

 

Literaturverweise:

Barret 1998: Richard Barret. Liberating the Corporate Soul – Building a visionary Organization. Butterworth Heinemann